Die Faszination von Panoramen ist nicht neu. Panoramen oder so genannte "Rundbilder" beeindrucken den Menschen schon seit über 200 Jahren!
Als Sonderform der dreidimensionalen Malerei des frühen 14. Jahrhunderts wurde die Technik des Rundgemäldes durch den Iren Robert Baker (1739-1806) erfunden und bereits 1787 patentiert. Bis in das 19. Jahrhundert hinein waren diese Rundbilder sehr populär und entwickelten sich früh zu einem echten Massenmedium.
Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung und des technischen Fortschritts bei der Fotografie und die Entwicklung anderer Medien (Radio, Fernsehen usw.) verloren die Rundgemälde aber dann nach und nach wieder an Bedeutung. Zwar wurde die Panoramatechnik in der Fotografie durch spezielle Fotoapparate ermöglicht, aber die benötigte Ausrüstung war sehr teuer, weshalb fast ausschließlich noch Museen auf diese Technologie zurück griffen. Das Interesse der Öffentlichkeit ging also nach und nach zurück und die Popularität von Panoramen wurde so zu sagen in ein Nischendasein verdrängt.
Erst seit den 1970er Jahren erlebt die Kunst- und Medienform Panorama wieder einen neuen Boom. Im professionellen Bereich kamen dann spezielle Panoramakameras zum Einsatz, die einen schwenkbaren Verschluss besitzen, oder gar ein drehbares Kameragehäuse. Fotografiert wurde aber noch auf recht teurem Negativ-Film, und die Erstellung von 360 Grad Panoramen war nur echten Profis vorbehalten.
Erst mit dem Einzug der digitalen Fotografie und der Entwicklung von entsprechenden Bildbearbeitungs-Programmen für den Heim-PC ist die Panoramafotografie heute für "jedermann" möglich und erschwinglich.
Der digitale Fortschritt und die enormen Bandbreiten, die uns heute zur Verfügung stehen ermöglichen nun - ergänzt durch die rasante Enwicklung von Darstellungs-Software - sogar die interaktive Präsentation im Internet ...
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